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Nieuport 17
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Kurzbeschreibung

Gustave Delage war ein französischer Marineoffizier, der auf Grund seiner Begeisterung für die Luftfahrt am 01. Januar 1914 zum Unternehmen Nieuport wechselte. Wegen seines Enthusiasmus und seinem ausgeprägtem Talent für die Konstruktion stieg er dort schnell zum Chefdesigner auf.

Für das im selben Jahr geplante Gordon-Bennett-Rennen arbeitete er an einer Rennmaschine. Seine Bemühungen wurden jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen, so dass er sich nun um die Konstruktion von Militärmaschinen kümmern mußte. Er bevorzugte dabei den Entwurf der Anderthalbdecker mit einer kleineren unteren Tragfläche.

Zunächst waren Zweisitzer wie die N10 und N12 erwünscht, doch mit der Zeit wurden auch reinrassige Jagdflugzeuge verlangt. Delage verwendete nun als Basis die Konstruktion der zweistzigen N10, gepaart mit dem Design seines zivilen Rennflugzeuges, was zur N11 "Bebe" führte. Diese war mit einem 80PS Le-Rone 9C Umlaufmotor und einem auf der Tragfläche angebrachtem Lewis- oder Hotchkiss-MG ausgestattet. Bei der N17 wurde gegenüber der N11 die Tragflächengröße von 13 auf 15 Quadratmeter vergrößert, außerdem kam nun ein 110PS Le-Rhone 9Ja oder Clerget 9Z zum Einsatz. "Super Bebe" genannt, machte die N17 im Januar 1916 ihren Erstflug.

Die erste französische Einheit (Esc. 57) erhielt ihre ersten N17 im Mai 1916, das britische RFC konnte im Juli ihre ersten N17 in Empfang nehmen. Die N17 war gegenüber der N11 mit einem synchronisierten, auf der Motorabdeckung angebrachten Vickers-MG ausgestattet. Zusätzlich konnten auf der oberen Tragfläche ein oder zwei Lewis-MG angebracht werden, üblich war jedoch nur eines. Die Briten verzichteten nach Tests auf die ihrer Meinung nach wenig zuverlässige Alkam-Synchronisation und verwendeten nur ein MG auf der oberen Tragfläche.

Auch nach Verstärkung des jeweils einzigen Hauptholms der unteren Tragflächen neigten diese bei starken Manövern oder steilen Sturzflügeln zur Verwindung. Berücksichtigte man diese Eigenschaft, war die N17 ein hervorragendes Flugzeug mit guten Eigenschaften. Fast alle namhaften alliierten Asse wie Ball, Bishop, Mannock, Guynemer, Nungesser usw. flogen irgendwann auch die N17. Sie wurde zu Tausenden produziert und unter Lizenz in Italien, Rußland und Großbritannien gebaut.

Genaue Zahlen zu den Nieuport Varianten sind nicht verfügbar. Französische Lieferanten produzierten insgesamt 7.500 Nieuport aller Klassen, hinzu kamen 840 in Italien und 600 in Russland gebaute Maschinen. Die Zahl der in Großbritannien und anderen Nationen gebauten Nieuports ist nicht genau bekannt. Die Zahlen bezeugen jedoch den großen Stellenwert der Nieuport-Entwürfe für die Alliierten.

Eine N17bis genannte Variante besaß einen 130PS Clerguet Motor sowie einen stromlinienförmigeren Rumpf. Die Franzosen führten diese Variante nur in geringen Stückzahlen ein, lediglich die Briten nutzen 50 Flugzeuge dieser Version in ihrem Arsenal.

Gustave Delage war ein französischer Marineoffizier, der auf Grund seiner Begeisterung für die Luftfahrt am 01. Januar 1914 zum Unternehmen Nieuport wechselte. Wegen seines Enthusiasmus und seinem ausgeprägtem Talent für die Konstruktion stieg er dort schnell zum Chefdesigner auf.

Für das im selben Jahr geplante Gordon-Bennett-Rennen arbeitete er an einer Rennmaschine. Seine Bemühungen wurden jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen, so dass er sich nun um die Konstruktion von Militärmaschinen kümmern mußte. Er bevorzugte dabei den Entwurf der Anderthalbdecker mit einer kleineren unteren Tragfläche.

Zunächst waren Zweisitzer wie die N10 und N12 erwünscht, doch mit der Zeit wurden auch reinrassige Jagdflugzeuge verlangt. Delage verwendete nun als Basis die Konstruktion der zweistzigen N10, gepaart mit dem Design seines zivilen Rennflugzeuges, was zur N11 "Bebe" führte. Diese war mit einem 80PS Le-Rone 9C Umlaufmotor und einem auf der Tragfläche angebrachtem Lewis- oder Hotchkiss-MG ausgestattet. Bei der N17 wurde gegenüber der N11 die Tragflächengröße von 13 auf 15 Quadratmeter vergrößert, außerdem kam nun ein 110PS Le-Rhone 9Ja oder Clerget 9Z zum Einsatz. "Super Bebe" genannt, machte die N17 im Januar 1916 ihren Erstflug.

Die erste französische Einheit (Esc. 57) erhielt ihre ersten N17 im Mai 1916, das britische RFC konnte im Juli ihre ersten N17 in Empfang nehmen. Die N17 war gegenüber der N11 mit einem synchronisierten, auf der Motorabdeckung angebrachten Vickers-MG ausgestattet. Zusätzlich konnten auf der oberen Tragfläche ein oder zwei Lewis-MG angebracht werden, üblich war jedoch nur eines. Die Briten verzichteten nach Tests auf die ihrer Meinung nach wenig zuverlässige Alkam-Synchronisation und verwendeten nur ein MG auf der oberen Tragfläche.

Auch nach Verstärkung des jeweils einzigen Hauptholms der unteren Tragflächen neigten diese bei starken Manövern oder steilen Sturzflügeln zur Verwindung. Berücksichtigte man diese Eigenschaft, war die N17 ein hervorragendes Flugzeug mit guten Eigenschaften. Fast alle namhaften alliierten Asse wie Ball, Bishop, Mannock, Guynemer, Nungesser usw. flogen irgendwann auch die N17. Sie wurde zu Tausenden produziert und unter Lizenz in Italien, Rußland und Großbritannien gebaut.

Genaue Zahlen zu den Nieuport Varianten sind nicht verfügbar. Französische Lieferanten produzierten insgesamt 7.500 Nieuport aller Klassen, hinzu kamen 840 in Italien und 600 in Russland gebaute Maschinen. Die Zahl der in Großbritannien und anderen Nationen gebauten Nieuports ist nicht genau bekannt. Die Zahlen bezeugen jedoch den großen Stellenwert der Nieuport-Entwürfe für die Alliierten.

Eine N17bis genannte Variante besaß einen 130PS Clerguet Motor sowie einen stromlinienförmigeren Rumpf. Die Franzosen führten diese Variante nur in geringen Stückzahlen ein, lediglich die Briten nutzen 50 Flugzeuge dieser Version in ihrem Arsenal.

Stärken
  • Die N17 war einfach zu handhaben und sehr agil
  • Ihre Steigrate war höher als die der Konkurrenzprodukte
  • Die N17 war einfach zu handhaben und sehr agil
  • Ihre Steigrate war höher als die der Konkurrenzprodukte
Schwächen
  • Schwacher Hauptholm der unteren Flügel führte zu Verwindungen mit möglichem Bruch bei harten Manövern oder steilen Sturzflügen
  • Im Vergleich zu ihren Gegnern besaß die N17 nur ein synchronisiertes MG, das zweite MG auf der Tragfläche ließ sich im Luftkampf nur schwer nachladen
  • Schwacher Hauptholm der unteren Flügel führte zu Verwindungen mit möglichem Bruch bei harten Manövern oder steilen Sturzflügen
  • Im Vergleich zu ihren Gegnern besaß die N17 nur ein synchronisiertes MG, das zweite MG auf der Tragfläche ließ sich im Luftkampf nur schwer nachladen
Fakten
Kenngröße Nieuport 17
Baujahr: 1916
Einsatzzweck: Jagdflugzeug
Länge: 5,80 m
Spannweite: 8,16 m
Höhe: 2,40 m
Flügelfläche: 14,75 m²
Leergewicht: 375 kg
Startgewicht: 560 kg
Antrieb: 1x luftgekühlter 9-Zylinder Umlaufmotor, Le-Rhone 9Ja oder Clerget 9Z, beide 110 PS
Höchstgeschwindigkeit: 166 km/h
Steigzeit auf 1.000m:  
Steigzeit auf 3.000m: 6 Min 50 Sek
Steigzeit auf 5.000m: 11 Min 30 Sek
Dienstgipfelhöhe: 5.300 m
Reichweite: 250 km
Flugdauer: 1,75 h
Bewaffnung: 1x 7,7mm Vickers und 1x oder 2x Lewis-MG auf der oberen Tragfläche
Besatzung: 1
Stückzahl: Genaue Zahl unbekannt
Hersteller: Societe Anonyme des Etablissements Nieuport, Issy-les-Moulineaux

 

Kenngröße Nieuport 17
Baujahr: 1916
Einsatzzweck: Jagdflugzeug
Länge: 5,80 m
Spannweite: 8,16 m
Höhe: 2,40 m
Flügelfläche: 14,75 m²
Leergewicht: 375 kg
Startgewicht: 560 kg
Antrieb: 1x luftgekühlter 9-Zylinder Umlaufmotor, Le-Rhone 9Ja oder Clerget 9Z, beide 110 PS
Höchstgeschwindigkeit: 166 km/h
Steigzeit auf 1.000m:  
Steigzeit auf 3.000m: 6 Min 50 Sek
Steigzeit auf 5.000m: 11 Min 30 Sek
Dienstgipfelhöhe: 5.300 m
Reichweite: 250 km
Flugdauer: 1,75 h
Bewaffnung: 1x 7,7mm Vickers und 1x oder 2x Lewis-MG auf der oberen Tragfläche
Besatzung: 1
Stückzahl: Genaue Zahl unbekannt
Hersteller: Societe Anonyme des Etablissements Nieuport, Issy-les-Moulineaux

 

Quellen
Impressum

Impressum & Ansprechpartner: R. Lorenz, Distelfinkweg 26, 12357 Berlin
rene.lorenz@depotserver.de oder longarth@homedrome.de
Alle Inhalte unterliegen dem
UrhG der BRD. Rechte Dritter bleiben unberührt.

www.homedrome.de
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